SV 1873 Nürnberg Süd

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Jubiläumsturnier in Wettstetten am 26/27.04.2003

Am Samstag war es für die etwa 60 Mädels in der FU15/17 ein hochkarätiges Turnier. Schon deshalb, weil die Kadermannschaften aus Berlin, Türingen und Bayern mit angetreten sind. Dieser Tag war übersichtlich und gut organisiert.

Trotz anfänglicher Nervosität (ihre Angstgegnerin war natürlich auch da) ging Kerstin dann ruhig und konzentriert in die Kämpfe. Auch gegen ihrer Angstgegnerin dominiert sie und übernahm sofort die Regie. Sie konnte alle Kämpfe für sich entscheiden und wurde Erste.

Julia brachte auch heute wieder Abwechslung in ihre Kämpfe. Sie griff immer wieder mit unterschiedlichen Würfen an. Te Guruma scheint ihr Lieblingswurf zu werden. Sie konnte dann auch 3 Kämpfe für sich entscheiden. Im vierten Kampf fiel die Gegnerin so unglücklich auf Julias Brustkorb, dass sie wegen den Schmerzen den letzten Kampf nicht antreten konnte und damit Dritte wurde.

 Am Sonntag, an dem die U11 und U13 dran war, herrschte dagegen das Super-Chaos. In der gleichen Halle, die am Vortag bei 60 Starterinnen gerade genügend Platz auf der Zuschauertribüne bot, waren nun ca. 250 Teilnehmer. Alle mussten zum Wiegen zwischen 9 und 10 Uhr erscheinen. In der Halle, im Vorraum und um die Matten überall Kinder, Betreuer und Taschen. Man konnte sich kaum bewegen.  Es wurde dann beschlossen, dass erst die U11 kämpft und um ca. 13:30 Uhr die U13 beginnt. Wir waren um 9 Uhr in der Halle und die meisten von den U13  waren erst ab ca. 15 Uhr dran. Nach zum Teil 7 Stunden nervenzermürbenden Wartens kämpften einige unserer Mädels doch anders als gewohnt. Erst um 17:15 Uhr traten wir den Heimweg an.

Verena traf gleich im ersten Kamf auf Ihre Dauerrivalin Emily Dotzler, welcher nach der regulären Kampfzeit ohne Wertung ausging. Die zum Teil ungestüm anrennende Emily wirkte aber agiler, und so wunderte es keinen, dass der Kampfrichterentscheid zu Ihren Gunsten ausging. Man hat es Verena angesehen, dass sie vor Emily noch mehr Respekt als nötig hat. Der restlichen zwei Kämpfe  war sowohl für Verena als auch Emily nur noch Formsache und wurden souverän gewonnen.

Kevin fehlt halt noch die Erfahrung. Wenn er mal mehr Turniere bestritten hat, wird es bestimmt noch besser. Er ist noch ziemlich zaghaft. Den letzten Kampf musste er dann leider wegen Verletzung aufgeben.

Jonas kämpfte ziemlich verhalten. Er stand oft im Kampf, blockierte und wartete auf eine Kontermöglichkeit. Seine wenigen Angriffe waren oft nicht richtig vorbereitet. So war er bei seinen sonst so gut beherrschten Seoi Nage zu weit weg vom Gegner. Vielleicht sollte er mehr Turniere bestreiten. Dennoch erreichte er mit seinem Kampfstil den 1. Platz - was will man mehr.

Marina überraschte wieder. Sie ging sofort auf ihre Gegnerinnen zu und griff konsequent an. Im Kampf um Platz 3 gab sie dann trotz 8 Punkten Rückstand nicht auf und konnte mit letzter Kraft und Kondition doch noch den Sieg für sich verbuchen. Mit weniger Schieben und mehr Eindrehtechniken hätte sie den 1. Platz erreichen können. Auch mehr Kondition könnte nicht schaden!

Roberto war unser letzter Kämpfer. Nach einem langen, nervigen Tag kann man nicht mehr konzentriert antreten. Er setzte seine Angriffe nicht konsequent durch und lies beim Werfen immer wieder los. Mit Haltern konnte er dann doch noch den 5. Platz erreichen.

Auch bei Katharina und Christina machte sich die lange Wartezeit bemerkbar. Sie waren bei ihren Angriffen dann nicht so konzentriert und konsequent. Und so kam es, dass jede einmal gewann und einmal verlor. Ihre Gewichtsklasse war eine der wenigen, die nur mit drei Teilnehmerinnen besetzt war. Somit entschied die Unterbewertung über die Reihenfolge auf dem Treppchen. Und die lautete Platz 2 für Katharina, Platz 3 für Christina.

Dass auch etwas Glück im Judo mit entscheidet, zeigte sich in der Gewichtsklasse von Ramona und Sabrina. Leider hat Ramona dabei die Loserkarte gezogen: In ihrem Viererpool hatten sich die ersten drei (darunter Ramona) reihum besiegt, so dass die Unterbewertung den Ausschlag gab. Gegen die spätere Dritte gewann Ramona zwar mit Ippon, handelte sich aber vorher eine kleine Wertung für Ihre Gegnerin ein. Dieser eine Punkt führte dazu, dass Ramona trotz zwei gewonnenen (10:0, 10:1) und einem verlorenen Kampf (0:10) nur Dritte in ihrem Pool wurde und in der Gesamtwertung damit den fünften Platz belegte.
Sabrina gewann ihren ersten Kampf und verlor den zweiten. Weil sich in ihrem Dreierpool aber nicht alle reihum besiegt hatten, war die Sache klar und mit dem zweiten Platz im Pool zog sie in die Endrunde ein. In einem spannenden Halbfinale konnte sie Paloma aus Weiden nach langer Gegenwehr mit einem Halter bezwingen. Im Finale traf Sabrina dann wieder auf Ihre Gegnerin aus Weiden, gegen die Sie in der Vorrunde verloren hatte. Die holte Sabrina auch gleich mit einem Seoi-Nage von den Beinen. Wegen Regelwidrigkeit (unerlaubte Fassart um den Hals und auf beiden Knien ausgeführt) gab der Kampfrichter aber zu Recht keine Wertung für diese Aktion. In der Folge übernahm Sabrina das Sagen auf der Matte und bezwang Ihre Gegnerin mit einem Halter.

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