SV 1873 Nürnberg Süd

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Nordbayerischeische Meisterschaft U13 in Heng / Dinkelsbühl am 28./29.06.2003

Unsere für die Nordbayerische qualifizierten Jungs, Roberto und Jonas, starteten am Samstag in Heng.

Roberto hatte mit seinen ersten Kampf, den er schnell gewonnen hat, einen guten Start. Man sah, dass er kämpfen und gewinnen wollte. Bei dem zweiten Kampf musste er sich jedoch ziemlich bald gegen den späteren Nordbayerischen Meister geschlagen geben. Dieser war körperlich überlegen und judotechnisch einfach eine Nummer besser. In der Trostrunde schien dann alles gut auszusehen. Der nächste Kampf war von Roberto schnell mit Ippon beendet. Am nächsten Gegner scheiterte er jedoch knapp, so dass die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft leider auf das nächste Jahr verschoben werden muss. Aber das macht nichts. Roberto hat schöne Kämpfe gezeigt und mit ein bisschen Glück im letzten Kampf hätte er weiter kommen können. Er ist auf dem richtigen Weg - weiter so!

Jonas begann seinen Kampftag wieder etwas lau, gewann dann aber nach einem Freilos souverän seinen ersten Kampf. Im zweiten Kampf traf er auf den Unterfranken Max Geiger. Die beiden kennen sich schon aus dem letzten Jahr. Immer wieder lieferten sie sich harte Wettbewerbe, so auch diesmal. Wer hat die schnellere Technik, wer setzt seine Kraft gezielter ein? Nach etwa einem Drittel der Kampfzeit konnte Jonas jedoch zeigen, dass er die bessere Kondition und den stärkeren Kampfeswillen hatte. Max erhielt wegen Herunterziehen zum Boden ohne Wurfansatz erst eine Verwarnung und dann ein Shido. Damit war Jonas auch mit den Punkten leicht im Vorteil und rettete sie über die Zeit. Von beiden Wettkämpfern haben wir ob der teilweise verbissenen Härte kein schönes Judo gesehen, aber Jonas hat gezeigt, dass er auch diesen Kampfstil meistern und zu einem erfolgreichen Ergebnis führen kann. Im Finalkampf hatte er dann wieder den gleichen Gegner wie im Finalkampf auf der Mittelfränkischen Meisterschaft. Hier sah man wieder, wie viel es ausmacht, auf welche Kämpfer man im Vorfeld trifft. Denn dieser Finalkampf endete - wie der letzte - bereits kurz nachdem er begonnen hatte: Hajime - Griff - Seoi-Nage - Kampf gewonnen!

Mit sechs Mädchen traten wir in Coburg an. Und - um es kurz zu machen - alle sechs qualifizierten sich für die Bayerische Meisterschaft! Noch wichtiger: Keine zog sich eine Verletzung zu. Ansonsten hatten die Sanitäter in Coburg alle Hände voll zu tun. Hier zeigt es sich, wie wichtig das Aufwärmen vor dem Kampf ist!

Marina hatte im ersten Kampf wieder einen typischen Fehlstart und verlor recht schnell durch Ippon. In der Trostrunde war sie aggressiver und selbstsicherer. Zwei Außensicheln führten zum 10:0 im zweiten Kampf. Den nächsten gewann sie, weil ihre Gegnerin beim Stand von 2:0 für Marina verletzt aufgeben musste. Im Kampf um Platz drei stellte sie sich zu lange hinter ihre Gegnerin. Die nahm das Geschenk an und warf Marina mit O-Goshi in einen sicheren Halter.

Die unendliche Geschichte: Ein riesengroßes Starterfeld mit 17 Kämpferinnen, aber Katharina und Christina trafen natürlich wieder aufeinander. Beide hatten ihren ersten Kampf gewonnen, den zweiten verloren und den dritten in der Trostrunde wieder gewonnen. Ein Lob an Christina für gute und zielgerichtete Bodenarbeit und an Katharina für ungebrochenen Kampfgeist (Bei 0:5 Rückstand gelingt ihr kurz vor Schluss ein Ippon). Im Kampf um den Einzug in das kleine Finale standen sie sich dann gegenüber: Katharina zog zunächst auf 6:0 davon, dann holte Christina zum 6:5 auf. Katharina ließ es nun etwas langsamer angehen und kassierte dafür eine Ermahnung wegen Passivität. Beide waren ziemlich fertig und brachten keinen ernsthaften Angriff mehr zu Stande. Deshalb zeigte der Kampfrichter dafür beiden die "Rolle". Das war fatal für Katharina, weil sie wegen der vorherige Ermahnung mit zwei Punkten büßen musste und Christina den 7:6-Vorsprung über die Zeit retten konnte. Aber auch der 7. Platz reicht für die Bayerische! Im kurz darauf stattfindenden Kampf um den dritten Platz war Christina noch sichtbar groggy. So musste sie zwei Kokas gegen sich hinnehmen. Im Bodenkampf drehte sie sich aber geschickt aus einem gefährlichen Hebel. Vielleicht ist der Kampf noch zu drehen?! Aber kurze Zeit später das Aus: Ein Stolperer, den ihre Gegnerin zum Haltegriff nutzt, verweist Christina auf den 5. Platz.

Die Glückssträhne von Cornelia hielt an: Sieben Teilnehmerinnen, Doppelpoolsystem. Cornelia landet im Dreierpool. Im ersten Kampf war sie sehr passiv und viel zu oft hinter der Gegnerin zu finden. Dort ist im Judo der denkbar schlechteste Platz zum Verstecken! Ein O-Goshi und Cornelia lag im Halter. Aber sie hatte sich wenigstens nicht verletzt. So erging es nämlich der dritten im Pool gegen die gleiche Gegnerin, und so kam Cornelia kampflos als Poolzweite unter die letzten vier. Gegen Moana Gaderer aus Weiden wehrte sie sich eine Weile, wurde aber dann mit 5:0 geworfen. Statt gleich das ihr angebotene Bein zu klammern, wartete Cornelia mit der Gegenwehr, bis der Halter passte. Da wird das natürlich nichts mehr!

Noch ein vereinsinternes Duell in der Klasse +52 kg? Nein, diesmal nicht: Bis auf den ersten verlorenen Kampf (da hatte sie wohl etwas zu viel Respekt vor ihrer Gegnerin) gewann Ramona überzeugend alle Kämpfe mit Ippon auf Außensichel oder O-Goshi und sicherte sich dadurch verdient den dritten Platz..
Sabrina eilt inzwischen ein Ruf voraus. Das Gesicht ihrer Gegnerinnen sprach manchmal Bände. Sie gab auch keinen einzigen Kampf ab: Sie warf mit Tai-Otoshi, O-Soto-Gari sowie O-Goshi und vollendete dann stets durch einen sicheren Haltegriff. Herzlichen Glückwunsch zur Nordbayerischen Meisterschaft!

Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt übrigens, dass wir mit sechs qualifizierten Mädchen bei weitem der erfolgreichste Verein in Coburg waren: Der zweitbeste (PTSV Hof) stellt vier, JC Weiden, TB Weiden, JKC Kümmersbruck und TSV Lohr je drei Starterinnen auf der Bayerischen!

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