SV 1873 Nürnberg Süd

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Frühjahrsturnier aller Altersklassen in Dinkelsbühl am 22./23.03.2003

Am Samstag waren die Jungs dran. An diesem Tag war das Turnier mit fast 400 Kämpfern viel zu gut besucht. Entsprechend lang zogen sich die Kämpfe hin: Die älteren Jahrgänge konnten erst um 18.30 Uhr den Heimweg antreten. Leider fanden nur drei unserer Jungs den Weg nach Dinkelsbühl: Christian Blumenstock und Roberto Acquavia in der U11 sowie Michael Ulrich in der U20. Zumindest in der U11 und U13 fallen mir ein paar Judokas ein, die vom Können her sehr wohl auf so einem Turnier bestehen würden. Jungs, traut euch!

Roberto und Christian gewannen jeweils ihre ersten Kämpfe durch Ippon, verloren dann aber die nächsten beiden. Christian, der dadurch den 5. Platz erreichte, sollte sich etwas mehr zutrauen. Er agierte zu zögerlich und griff nicht konsequent genug an. Für Roberto reichte es wegen der zahlreicheren Konkurrenz nur zum 7. Platz. Er muss mehr Technik trainieren, denn er bringt sich oft durch misslungene Angriffe selbst in Schwierigkeiten.

Michel ist gut in die neue Altersklasse U20 gestartet. Er konnte technisch und konditionell überzeugen und erreichte damit den 2. Platz. Was der wert ist, wird sich jedoch erst bei der offenen nordbayerischen Meisterschaft im April erweisen.

Am Sonntag war das Turnier der Mädels deutlich schwächer besucht und blieb damit zeitlich im Rahmen. Für die Süder starteten Laura Blumenstock und Verena Gimpl in der U11, Marina Hechtel, Katharina Nietzer, Christina Schmidt, Cornelia Ulrich, Ramona Gimpl und Sabrina Pfortner in der U13, Julia Nietzer und Kerstin Schmidt in der U15, sowie Karin Kabitzky in der U17.

Marina hatte in ihrer Gewichtsklasse starke und zahlreiche Konkurrenz. Beherzt, aber nicht immer erfolgreich kämpfend, sicherte sie sich den 5. Platz.
Laura sollte ein paar neue Würfe trainieren. Mit dem ewigen "alten Stiefel" kann man halt nur nur einen Kampf gewinnen. Das reichte mangels zahlreicher Konkurrenz allerdings zum Platz 3.
Verena war ganz nah am 1. Platz dran. Gegen ihre alte Gegnerin Emily Dotzler lag sie schon 7:0 in Führung und wurde dann von der ungestüm angreifenden Weidenerin doch noch mit 7:10 auf den 2. Platz verwiesen. Aber die Favoritin wankte schon! Fleißig weiter trainieren, dann stehst du das nächste Mal ganz oben, Verena!
In der U13 -48 kg kam es zum vereinsinternen Duell zwischen Katharina und Christina. Von allen anderen Kämpferinnen unbesiegt, machten sie Platz 1 und 2 unter sich aus. Diesmal hatte Katharina die Nase vorn und besiegte Christina durch einen Streckhebel.
Cornelia kämpfte entschlossener und variantenreicher als früher. Sie musste nur einen Kampf abgeben, in dem ihre Gegnerin einen Stolperer konsequent nutze, und erreichte damit Platz 2. Weiter so!
Ein weiteres vereinsinternes Duell gab es im Halfinale der U13 +52 kg zwischen Ramona und Sabrina. Durch Schnelligkeit konnte Ramona lange Zeit der körperlichen Überlegenheit von Sabrina trotzen und sogar 5:0 in Führung gehen. Dann drehte Sabrina sie allerdings in einen Halter, aus dem es kein Entkommen gab. Ramona blieb damit Platz 3, Sabrina gewann auch das Finale und wurde Erste.

Obwohl Thomas vor Turnierbeginn meinte, Kerstin sei schon wieder zu heiß und übernervös, ist es gut für sie gelaufen. Schon vom ersten Kampf weg zeigte Kerstin heute wieder eine konzentrierte Leistung, die sie über drei Siege hin zum Finale führte. Dort wartete vom TSV Großhadern die Kaderkämpferin Schiller auf sie. Die beiden kennen sich bereits sehr gut, dementsprechend vorsichtig begann der Kampf. Beiden gelang zunächst kein Griff, kein Wurfansatz kam zustande. Dann erwischte es Kerstin beim Zurücklaufen! Es war wohl nur ein kleiner Beinsteller, der Kerstin fallen ließ. War dem Kampfrichter allerdings einen Wazari wert. Kann man nicht meckern, hat Kerstin nicht aufgepasst. Nach dieser Aktion allerdings das gleiche Bild, wobei Kerstin vielleicht die letzten 30 Sekunden etwas mehr hätte riskieren müssen nach dem Motto: "Alles oder nix !" So musste sie sich nach insgesamt guter Leistung mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Toll ist es auch bei Julia losgegangen. Nachdem sie ihren Einstandskampf nach kurzer Zeit mit einem Ausheber und anschließendem Halter sicher gewonnen hat, musste sie im zweiten Kampf etwas mehr hinlangen, und "schmuggelte" sich zunächst über gegen die Gegnerin ausgesprochene Strafpunkte über 4:0 zum 6:0. Dennoch hat sie auch in diesem Kampf dominiert und letztlich verdient gewonnen.
Jetzt kam es aber wieder zum Aufeinandertreffen mit Resi Rücker, die zwar derzeit etwas körperliche Probleme hat, aber auch heute ihre Spitzenstellung wieder unter Beweis stellte. Sie gewann dieses Turnier in dieser Gewichtsklasse. Allerdings machte ihr es Julia nicht so sehr leicht, wie das die Resi gerne gehabt hätte. Julia lag bis zur Mitte des Kampfes mit einer Yukowertung zurück und geriet dann in einen Halter, aus dem sie sich bravourös befreite. Das hatte allerdings doch sehr viel Energie gekostet, so dass Resi kurz vor Schluss doch der entscheidende Wurf gelang. Auch im letzten Kampf zeigte sich Julia noch hoch motiviert und kämpferisch. Leider verletzte sie sich schmerzhaft am Knie und musste aufgeben. So landete sie auf Platz 5. Nobbi war zufrieden, und erklärte auf der Heimfahrt, auch bei Julia sei eine klare Leistungssteigerung zum zweiten Halbjahr 2002 zu erkennen.

Karin hat natürlich zunächst wieder gemotzt. Kein Bock, so früh aufstehen, und sowieso,....!
Sehr viele Gegnerinnen sind dann auch für ihre Gewichtsklasse nicht aufgetaucht. Letztlich waren sie drei Kämpferinnen. Wenig, aber,....SIE war da! Tanja Panitz aus Württemberg, die Meisterin, von der Karin bei der Süddeutschen in Horb am Neckar zweimal besiegt wurde. Zunächst blankes Entsetzen, dann wilde Entschlossenheit: "Heute packe ich sie, ich habe nichts zu verlieren !" So war's dann auch. Zunächst führte der Weg über eine Neumarkterin, wobei schon etwas von Entschlossenheit zu spüren war. Dann aber Tanja, die wohl glaubte, im Schongang bestehen zu können. Es gelang ihr, Karin auf den Boden zu bringen, um einen Haltegriff zu suchen. Doch da zeigte diese ihre physische Stärke! Sie hob Tanja so einfach herum und hatte sie sofort in einem "tödlichen" Haltegriff. Da gab es kein Entkommen, die Württembergerin wirkte wie gelähmt. Zwar machte Karin noch den Fehler, diesen sicheren Griff aufzugeben und einen anderen anzusetzen, aber der reichte glücklicherweise auch aus, um den Kampf siegreich zu beenden. Dieser Sieg und damit der erste Platz war natürlich Balsam für die gequälte Seele der Karin, der die zwei Niederlagen bei einem Turnier gegen Tanja doch nachgegangen waren.

 

Vielen Dank an die Trainer Christian und Norbert, die wieder ein Wochenende opferten, um die Kids zu betreuen!

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