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Dojo |
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Alwin-Rauch-Pokal und Mittelfränkische Meisterschaft U13 in
Dinkelsbühl am 21./22.06.2003
Der Kampf um den Alwin-Rauch-Pokal, traditionsgemäß gleichzeitig die
Mittelfränkische Meisterschaft für die U13, war wegen des Termins am
Ende der Pfingstferien recht schwach besucht.
Bereits am Samstag schlugen sich unsere Jungs in der U13 recht wacker: Jonas hat seine Kämpfe gegen zwei etwas unerfahrenere Judokas
souverän gewonnen. Beim ersten Kampf tat er sich wegen der hektischen
Angriffe seines Gegners zunächst zwar etwas schwer. Aber nach etwa der
halben Kampfzeit Wurf, Halter und der Gegner hat keine Chance mehr. Der
zweite Kampf war blitzschnell zu Ende. Kaum war das "hajime" erklungen, war
der Kampf auch schon mit Ippon beendet und Jonas hatte seinen Titel als
Mittelfränkischer Meister erfolgreich verteidigt. Roberto hat sehr gute Kämpfe gezeigt. In seinem Pool wurde er nur
von einem Kämpfer geschlagen, auf den er dann im Finale wieder getroffen
ist. Im ersten Kampf hatte Roberto es ihm richtig schwer gemacht und hätte
beinahe den Kampf für sich entschieden. Aber nach einigem Gerangel, bei dem
keiner dem anderen etwas geschenkt hat, rutschte er dann doch in einen
Halter, aus dem es kein Entrinnen mehr gab. Im Finalkampf hat Roberto leider nicht
gleich achtgegeben und das war bei diesem Gegner fatal. Denn dieser hat das
Geschenk sogleich angenommen - Ippon. Damit wurde Roberto verdienter
Mittelfränkischer Vizemeister.
Eine tolle Ausbeute dieser beiden unentwegten Kämpfer. Vielleicht ist das ein Ansporn
für die anderen Jungs - nur einmal im Jahr bei der Stadtmeisterschaft
mitkämpfen ist doch langweilig, oder???
Mit elf Mädels stellten wir am Sonntag ein Viertel aller gemeldeten
Starterinnen. Es kamen aber offenbar noch etliche unangemeldet, sonst
wäre es ja fast ein "Medaillenabholen" geworden.
Verena, unsere einzige Starterin in der U11, erkämpfte sich mit zwei
schnellen 10:0 Siegen den ersten Platz. Spätestens beim zweiten Wurf
hatte sie ihre Gegnerin im Halter und ließ nicht mehr los.
In der U13 verschlief Marina ihren ersten Kampf und fand sich Ruck-zuck
in einem bombenfesten Halter wieder. Im zweiten war sie dann aber wach
und erreichte mit einem Ippon den zweiten Platz von drei Starterinnen.
Katharina hatte in ihrem Pool klar durch Ippon auf Außensichel und
O-Goshi gewonnen. Gegen eine starke Grüngurtlerin konnte sich Christina
noch aus einem Halter befreien, aber ihr eigener Griff war zu lasch
und so konnte die Gegnerin zum 6:0 punkten. Nach ein 25-sek-Blitzsieg
durch O-Goshi war Christina in ihrem Pool Zweite.
Und so kam es wieder einmal zum vereinsinternen Duell Christina gegen
Katharina. Beide fighteten verbissen und mit vollem Krafteinsatz, aber
große Technik zeigte keine, dazu kennen sie sich inzwischen
wahrscheinlich auch zu gut. Am Ende stand es 0:0, der
Kampfrichterentscheid ging zu Gunsten von Christina. Katharina war damit
enttäuschte Dritte, und Christina musste noch mal gegen die
Grüngurtlerin antreten. Sie wehrte sich viel besser als im ersten Kampf
und forderte der Gegnerin alles ab, aber schließlich wurde sie doch in
einen Halter gedreht. Ein guter Kampf und ein verdienter 2. Platz.
Noch ein vereinsinternes Duell in der Klasse +52 kg. Weil keine anderen
Mädels antraten, machten Ramona und Sabrina Pfortner gleich das Finale
unter sich aus. Ramona wollte endlich auch einmal gewinnen. Immer wieder
griff sie an und erreichte auch eine Waza-Ari-Wertung. Kurz darauf aber
bekam Sabrina sie richtig zu fassen und drehte sie unerbittlich in einen
Haltegriff. Ramona verletzte sich dabei an der Schulter.
Kampfunterbrechung, dann ging es in der gleichen Lage weiter. Aber wenn
Sabrina mal gefasst hat, gibt es kein Entrinnen. Kopf hoch, Ramona,
nächstes Jahr in der U15 seid ihr in verschiedenen Gewichtsklassen!
Doppeltes Glück hatte Cornelia: Gerade noch in -52 kg abgewogen. Und nur
eine einzige unerfahrene Gegnerin, die war kein Hindernis zum ersten
Platz. Obwohl Conny aus günstigster Position einen Hebel nicht vollenden
konnte, warf sie darauf mit Uchi-Maki-Komi und vollendete mit einem
Halter. Trainingsrückstand geschickt kaschiert, aber ob es zum Bestehen
auf der Nordbayerischen langt (die übrigens alle unsere Kämpferinnen und
Kämpfer der U13 erreichten!), wird sich zeigen.
In der U15 erreichte Sabrina Bertl durch zwei deutliche Siege (jeweils
Wurf mit anschließendem Halter) den zweiten Platz. Sie musste sich nur
der Spitzenkämpferin Resi Rücker geschlagen geben. Gerade diesen
interessanten Kampf habe ich aber leider verpasst.
Die Gewichtsklassen -57 kg und -63 kg wurden zusammengelegt, und somit
waren mit Kerstin und Jennifer zwei Süderinnen unter den vier
Kämpferinnen. Zum vereinsinternen Duell kam es aber nicht, weil Kerstin,
mit 2:0 in Führung liegend, wegen starker Schmerzen aufgeben musste. Sie
war schon mit einem dicken blauen Knie gestartet. Achte mehr auf deine
Gesundheit, Kerstin, die kommt weit vor dem sportlichen Erfolg.
Jetzt ist eine längere Genesungspause angesagt!
Nachdem Jenny ihren ersten Kampf fast durch Hebel gewonnen hätte (mehr
üben?), wurde sie kurz vor Kampfende mit Ippon geworfen. Im zweiten
Kampf zog sie durch viele kleine Wertungen zum 8:0 davon, machte es im
Bodenkampf aber immer unnötig spannend. Aber es reichte, und somit war
ihr der zweite Platz sicher.
In der U17 gewann Karin der ersten Kampf mit einem Ausheber. Im zweiten
Kampf stand es nach viel Bodengewusel 2:2, als Karin beim erneuten
Fassen einen "Tiger Jump" versuchte und darauf einen Ippon erzielte. Im
dritten Kampf rettete sich ihre Gegnerin aus einem eigentlich sicheren
Tate-Shio-Gatame aus der Matte, weil Karin die Beine nicht einhakte. Das
sollte sich rächen: Kurze Zeit später erreichte die durch eine
Innensichel ein Ippon. Für die ansonsten so erfolgsgewohnte Karin damit "nur" Platz zwei.
Den erreichten die Mädels auch in der Mannschaftswertung. Nur die schon
zahlenmäßig weit überlegenen Altdorferinnen konnten sie überflügeln.
Aber beim Alwin-Rauch-Pokal gibt es nur einen Wanderpokal für den ersten
Platz, und so mussten sich unsere Trainer Norbert und Christian keinen
Kopf zerbrechen, wo sie noch einen Pokal unterbringen. Ebenfalls in
Dinkelsbühl dabei: Unser Sensei Ludwig, der als Breitensportbeauftragter
T-Shirts verkaufte.
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